Vereinseigene Fischzuchtanlage Kainbach

Der Wunsch und Traum einer eigenen Fischzuchtanlage wird wahr

 

Festschrift zur Einweihung als .pdf

 

Im Jahre 2007 mit der Vorstandschaft: Siegried Lenz, Marcus Riehl, Günter Paar, Bernd Gschoßmann, Martin Jermann, Christian Fries, Christoph Grassl, Franz Zechmeister, Anton Angerer, Peter Kurzmann, Franz Goldberger und Mathias Schmidt nahm das Vorhaben einer eigenen Fischzuchtanlage konkrete Züge an.

Die Vorstandschaft sah wie ihre Vorgänger in einer Fischzuchtanlage die Chance, autark eigene Fische aus dem eigenen Gebiet als Besatz zu züchten.

 

In Vorbereitung einer Vorstandssitzung  besichtigten der 1. Vorstand Siegfried Lenz und die beiden Gewässerwarte Christian Fries und Franz Zechmeister das neue Gelände. Vor ihrem geistigen Auge entstand bereits damals die Konzeption der heutigen Anlage. Man wollte im Gegensatz zu früheren Überlegungen gleich die beste Lösung. Umfangreiche Überlegungen und Planungen ließen den Wunsch nach einer Fischzuchtanlage entstehen, die keine Wünsche offen lässt und den hohen Ansprüchen an eine moderne Fischzucht  auf dem Stand der Technik und des Wissens gerecht wird.

Für diesen großen Schritt waren noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten und Bedenken zu zerstreuen.

 

Im Plan unseres Ehrenvorstandes und Architekten Josef März nach dem Entwurf von Gewässerwart Christian Fries zeigte sich bereits eindrucksvoll die professionelle Ausrichtung der Fischzuchtanlage. Dieser Plan wurde im Februar 2008 den Behörden zur Genehmigung vorgelegt. 

 

Es entstand eine Fischzuchtanlage, die mit bis zu 3,0 to Fisch/Jahr den Anforderungen des notwendigen Besatzes für die Gewässer insbesondere in Folge des hohen Fraßdrucks durch unsere gefiederten Mitfischer gerecht wird.

 

So können wir heute unsere Fische für den Besatz züchten:

·  in gleicher Höhenlage,

·  in gleicher Wassertemperatur und – zusammensetzung,

·  mit bis zu 95 % Erfolgsaussicht im Aufwuchs,

·  mit zugekauften Bruteiern (Bach- und Regenbogenforelle),

·  mit eigenen Seesaiblingseiern,

·  und damit durch eigene Aufzucht vom Ei bis zum Fisch seuchenfrei.
 

In 2011 bestand der Besatz für unsere Gewässer erstmals komplett aus eigener Zucht.

Die Anzahl und Qualität  des Besatzes wird von Fischern gelobt. Hier gilt es für uns, diesen hohen Standard zu halten.

 

„Das Vorhandensein autochthoner Bachforellenbestände ermöglicht es uns, mit erheblichen Stückzahlen echter Wildforellen, gewonnen aus eigenen Beständen, unsere Fließgewässer zu besetzen“, so Josef März, 1. Vorsitzender Fischereiverein Berchtesgaden- Königssee e.V. im Jahre 1992.

Diese Aussage  ist auch für die jetzige Vorstandschaft eine Verpflichtung für die Zukunft. Der Förderung und Züchtung kann, nach Jahren eines hohen Arbeitseinsatzes für den Bau der Anlage, wieder die Bedeutung beigemessen werden, die dem Erhalt der heimischen Bachforelle und dem Seesaibling unbestritten zusteht. Dies wurde nochmals in einem einstimmigen Vorstandsbeschluss festgeschrieben.
 

Der vergleichsweise günstige Bau der Fischzuchtanlage Kainbach über 5 Jahre war nur durch den Zusammenhalt und enormen Einsatz der Vereinsangehörigen, externen Helfer und Unterstützer möglich. In unzähligen, ehrenamtlichen Arbeitsstunden  und -einsätzen während der Urlaubszeit, nach Feierabend und am Wochenende ist eine Fischaufzuchtanlage entstanden, auf die der Fischereiverein Berchtesgaden stolz ist. Besonders erwähnenswert ist der Arbeitseinsatz unserer älteren Fischerkameraden, die aufgrund ihres Alters  (über 65 Lebensjahre) zu keinem Arbeitseinsatz mehr verpflichtet wären.

Natürlich fordert die Fertigstellung und der Betrieb einer solchen Fischzuchtanlage ständig weitere ehrenamtliche Arbeit, aber die Erfolge in der Aufzucht sind wirklich beachtenswert.

Neben den 12 Mitgliedern der Vorstandschaft, insbesondere der Gewässerwarte, stellen auch die Vereinsmitglieder ihre Arbeitskraft im Rahmen der Pflicht-Arbeitsdienste, aber dankenswerterweise auch darüber hinaus, in den Dienst des Vereins.

Im Jahre 2012 wurde mit der Vorstandschaft Siegfried Lenz, Hans Pasötter sen., Markus Weinert, Andreas Meyer, Hans Pastötter jun., Markus Hölzl, Rainer Stähler, Jürgen Göpfert, Christian Fries, Frnz Zechmeister, Andreas Roßmann und Peter Lenz der Bau der Fischzucht Kainbach beendet und am 27.07.2012 in einer Feierstunde eigeweiht.

Das anschließende Fest für Mitglieder, Nachbarn und Unterstützern dauerte bis spät in die Nacht..

 

„Alles Gute auf der Welt entsteht nur, wenn einer mehr tut, als er muss.“

 

Der Fischereiverein Berchtesgaden- Königssee e. V. dankt  für ihren unermüdlichen Einsatz in über 18.000 Arbeitsstunden über 5 Jahre Bauzeit:

 

Einen hohen Arbeitseinsatz leisteten Lenz Sigi, Fries Christian und Zechmeister Franz. Ehrenvorstand März Josef fertigte die Baupläne. Wesentliche Arbeit leisteten Grüner Franz, Fegg  Josef und Wegscheider Anton, sowie Czech Klaus, Diener Herbert, Eckenweber Jürgen, Fendt Gustl, Goepfert Jürgen, Graf Stefan (Gumpei), Gschoßmann Bernd, Hasenknopf Korbinian, Hölzl Markus, Klausner Michael, Klotsche Michael,  Lenz Peter, Matiaske Kurt, Meyer Andreas, Paar Günter, Pastötter Hans sen., Pastötter Hans jun., Planitscher Franz, Planitscher Ludwig, Plenk Peter sen., Plenk Peter jun., Plenk Sepp, Reif Wolfgang, Riehl Marcus, Roßmann Andreas, Roßmann Sepp, Schröter Uli, Sichel-schmidt Stefan, Steger Herbert, Stähler Rainer, Weinert Rüdiger, Weinert Markus, Zeidler Helge.

Wir danken insbesondere auch allen ungenannten Mitgliedern, die in vielen Arbeitseinsätzen und darüber hinaus während der 5– jährigen Bauzeit zum Gelingen beigetragen haben.

 

Der Fischereiverein Berchtesgaden- Königssee e. V. dankt Personen, Firmen und Vereinen für die Unterstützung:

Fegg Ewald, Maltan Franz, Schwab Stefan, Wendl Franz, Planitscher Andreas, Baggerbetrieb Franz Pfnür, Fuhrunternehmen Bernhard Heitauer, Baustoffe Hans Streich GmbH , BayWa AG Berchtesgaden, Zimmereibetrieb KöBra, Grabenschmiede Korbinian Hasenknopf, LKS Tiefbau OHG, Fa. Gebr. Schmölzl GmbH & Co.KG, Marktgemeinde Berchtesgaden, Spenglerei Stefan Graf, Zimmerei Resch GmbH, Bauunternehmen Lorenz Wächter, Zementwerk  LEUBE GmbH, Watzmann Therme GmbH und  den Würmseefischern. 

 

 

Für den Bau der Fischzuchtanlage mit Entnahmebauwerk, 40 m Zuleitung in ein Wasserverteilerbauwerk mit 25.000 Litern, Funktionsgebäude (Unterstellraum, Bruthaus und Werkstatt), einer Haushälterung mit 1.000 Litern, drei Rundstrombecken a 2000 Litern, drei Langstrombecken a 1200 Litern, 6 Becken a 22.000 Litern und einem Becken mit  64.000 Litern, einer Unterstellmöglichkeit für Großgerät, einer Zufahrtsbrücke und der notwendigen Hangverbauung wurden unter anderem verbaut:

 

- 200 to Steine zur Hang- und Bachverbauung

- 200 cbm Beton

- ca. 8 to Baustahl

- 350 qm Pflastersteine

- 350 m Rohrleitungen unterirdisch

 

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